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Geschichte der Camisarden / von Friedrich Schulz
Entstehung
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und ſo eifrig katholiſch er auch im Bette ſeiner lezten Maitreſſe geworden war, wuͤrde er doch ſchon dieſes Umſtandes wegen, nie geduldet ha⸗ ben, daß man ſeine Unterthanen auf der Folter⸗ bank zu eifrigen Katholiken machte. Man ſpie⸗ gelte ihm alſo das Ganze als Wirkung der Gna⸗ de Gottes vor, die ſeinen Eifer belohnen wollte; und Madame Maintenon naͤhrte bei ihm große Achtung fuͤr dieſe Gnade Gottes; weil ſie gern in ſeiner Gnade bleiben wollte.

Unterdeſſen giengen die Verfolgungen fort. Man riß die Kirchen der Reformirten nieder, ver⸗ jagte ihre Prieſter, fuͤhrte ſie gewaltthaͤtig zu ka⸗ tholiſchen Beichtvaͤtern, die ihnen die Hoſtie ein⸗ zwangen, wie man Kindern bittre Medicin ein⸗ zwingt, und man ſezte Soldaten mit aufgepflanz⸗ ten Bajonetten vor ihre Haͤuſer, die jeden ihrer Schritte bewachten. Man traute ſeinem Werke nicht und es war natuͤrlich, daß man in jedem Neu⸗ bekehrten einen Heuchler ſah.

Immer noch trieben die Unterdruͤckten noch nicht Gewalt mit Gewalt ab: ſie ſtahlen ſich un⸗ ter den Augen ihrer Verfolger in Hoͤhlen, Waͤl⸗ der, und Kluͤfte, und dienten dort nach ihrer Weiſe dem ewigen Weſen mit einem Feuer, das der Druck in allerhoͤchſte Schwaͤrmerey und un⸗ bedingte Ergebung verwandelt hatte. Sie erſezten den Ungehorſam gegen ihren Koͤnig mit dem feu⸗ rigſten Gehorſam gegen Gott; und wenn ſie in