Teil eines Werkes 
3. Theil (1813)
Entstehung
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Darauf ſetzte ich mich auf das Lager, das mir zur Ruhe bereitet war, und allmaͤhlig, wie der ſchwache Schimmer uͤber mir verdaͤm⸗ merte, fielen mir die Augen zu. Aber indem ich noch zwiſchen Schlaf und Wachen ſchwebte, glaubte ich nicht weit von mir eine ſeufzende Stimme zu hoͤren, welche aus geaͤngſteter Bruſt ſtoͤhnend ausrief: o Himmel! Nacht und wieder Nacht! Ich ſuchte mich zu er⸗ muntern, um einen Gedanken mit dieſen Toͤ⸗ nen zu verbinden, allein die Gewalt des Schlafs war zu maͤchtig, und erſt am Mor⸗ gen erinnerte ich mich derſelben wieder. Ich vermuthete, daß ein Mitgefangener in meiner Naͤhe ſaͤße, der uͤber das Druͤckende ſeines Zuſtandes klagte. Es waͤhrte nicht lange, ſo ſaß der Richter wieder vor mir mit ſeinem Verhoͤr; aber kaum hatte ich den Mund auf⸗ gethan, um in meiner Lebensbeſchreibung vom Gaͤnſehuͤten auf den Schafhirten uͤberzugehen, ſo ſagte er:daß ich kein Narr waͤre! Es nliegen zwoͤlf Stunden zwiſchen uns, da hat