Teil eines Werkes 
3. Theil (1813)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

ſcheins, was ich empfand, ſondern Taubheit, Blindheit ſchien mich ploͤtzlich uͤberfallen zu haben, und die Dunkelheit lag ſo laſtend auf mir, als wenn ſchon Feſſeln mich umgeben haͤtten, die mich erſticken ſollten. Kurz: in dieſer plotzlichen Veraͤnderung meines Zuſtan⸗ des fuͤhlte ich ſchon was ſich in der Ferne fuͤrchten ließ die Beraubung meines Lebens.

So iſt jeder plotzliche Anfang eines neuen.

Verhaͤltniſſes gewoͤhnlich reich an Vorahnun⸗ gen, worin ſchon die ganze Folgezeit ſich dun⸗ kel offenbart, und auf die Seele einen Ge⸗ ſammteindruck macht, wobei ſich aber auch in der Ungewißheit die Gedanken leicht in Irr⸗ thuͤmer verlieren. Sobald die erſte Betaͤu⸗ bung voruͤber war, gingen eine Menge ein⸗ zelner Vorſtellungen in großer Eile vor der Seele voruͤber, ſo daß ich keinesweges die Stille meines Gefaͤngniſſes, ſondern aufs neue ein großes Geraͤuſch und Getuͤmmel ver⸗ ſpuͤrte, das von innen heraus vor meine Seele trat. Ich ſah noch den Sarg, der in