Teil eines Werkes 
2. Theil (1813)
Entstehung
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8 das innere Leben mit der rauhen Geſtalt wohl in Rohheit uͤbergeht.

Bei meinem Oheim mußte ich ebenfalls auf Commando kommen und gehen, doch daran that er ſehr wohl, daß er mich nicht auf einmal in das vornehmere Leben eintreten ließ. Ich bewohnte ein angenehmes Hinter⸗ ſtuͤbchen, und mußte erſt meine völlige Um⸗ wandlung abwarten, ehe ich an ſeiner Tafel erſcheinen durfte. Gleich am Morgen nach meiner Ankunft ſtellte der Schneider ſich dar, um mir das Maaß zu neuen Kleidern zu neh⸗ men. Er machte mit der Anrede: gnaͤdigſter Junker eine ſo tiefe Verbeugung, daß mir die Welt auf einmal wie herumgedreht vor⸗ kam; und nicht allein, daß mir dieſer Reſpect zu groß ſchien, ſondern es duͤnkte mich ein ſo tiefes Verbeugen uͤberhaupt etwas Laͤcherliches. Was iſt es denn nun weiter! dachte ich: macht das Kleid und mein Oheim zahlt das Geld. Ich konnte nicht umhin, uͤber ſeine Figur ein wenig die Miene zu verziehen,