Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Ein lautes Gelaͤchter fuͤllte den ganzen Hof. Conrad, ſchon halb verdrießlich, ſagte: Du ſtehſt aber, Alte, daß ich dich nicht mag. Alſo geh und ſchick mir die Braut heraus.

MNußt ſie ſuchen! ſagte die Alte. Der

Herold wandte ſich zum Braͤutigam und bar, daß er dieſen Scherz nicht uͤbel nehmen moͤchte; das ſei ſo Sitte in Schoͤnau; ſchafft euch nur eine Trompete an, ſetzte et hinzu, ſo wird auch endlich wohl die Braut

zum Vorſchein kommen. Unterdeß wurde

das Volk im Hofe immer ausgelaſſener, und unter der Menge befand ſich auch der Kuh⸗ hirte aus der Gemeinde, der dieſem Hofe nicht wohl wollte, weil er ſich ſeinen be⸗ ſondern Hirten hielt; dieſer trachtete den Spott und die Verwirrung dadurch noch zu vermehren, daß er ſein ſchlechtes Kuhhorn an den Mund ſetzte, und einen veraͤchtlichen Ton hervorbrachte. Darauf eroͤfneten andere die Staͤlle, als wenn das Vieh zur Weide geladen wäre. Die ſchwarzen Kuͤhe traten

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