Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

37

—

meinem Schlupfwinkel hervorziehen, und mich oͤffentliche Schande erleben laſſen, die bitterer iſt, als der Tod. Sie lief im Hauſe hin und her, und wollte ſich bald in die Kam⸗ mer einſchließen, bald ſich auf dem Boden verſtecken. Ich lief immer ſchreiend nach, und woollte die Nachbarn um Huͤlfe anrufen, aber ſie verbot es mir, weil unſer ganzer Zuſtand dann verrathen waͤre.— Es woͤhrte nicht lange, ſo traten wieder zwei Kerls herein, die ſich wild nach den Ki⸗ ſten und Kaſten umſchaueten, und da ſie ſa⸗ hen, daß ihre Cameraden ſchon ihre Pflicht gethan haͤtten, nahmen ſie mich auf den Arm und trugen mich fort. Knieend und mit vielen Thraͤnen bat ſie meine Mutter, ihr doch den einzigen letzten Troſt zu laſſen, aber ſie verſicherten, daß es zu ihrem Beſten waͤre. Ich ſtreckte die Haͤnde weit zuruͤck und faßte noch die Pfoſten der Thuͤr, doch umſonſt;. ich mußte mit fort, ohne zu wiſſen, wo⸗

hin.

1