Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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nacht verließ mich die Hebamme auf einen Augenblick, um wie ſie ſagte mein Daſein dem Cantor zu vermelden, und ihn vorlaͤufig nach dem Willen meiner Mutter um die Gevatterbriefe zu erſuchen. Meine

Nutter ſo ſchwach ſie war dachte ſchon daruͤber nach, wen ſie zu Gevatter bitken wollte; Richter und Schoͤppe, Koͤhler und Bauern waren ihr zu ſchlecht, wegen ihres hohen Gebluͤts, und mit keinem Menſchen im Dorfe hatte ſie Umgang. Vor Sorgen und Gedanken daruͤber fiel ſie bald darauf in einen ſuͤßen Schlummer, und ahnete die Ge⸗ fahr nicht, die ihr bevorſtand. Plöoͤtzlich ſchreckte ſie auf es war, als ob etwas zur Thuͤr hereinrauſchte. Ein unbekanntes We⸗

ſen erhob ſich in der Mitte der kleinen Stube,

an Geſtalt aͤhnlich einem Juden mit einem langen Barte, der ſeine Haͤnde uͤber die Wiege ausſtreckte, und das Kind in den Man⸗ tel nahm. Meine Mutter wollte ein lautes Geſchrei erheben, aber das Entſetzen verſagte