——
5 ——
bei ſie nur die Qual hatte, ſolche verſchwei⸗ gen zu muͤſſen.
Die Calender bezeichnen den Tag als den 24ten November, wo ich zu Gruſingen das Licht der Welt— erblickt haben wuͤrde, wenn es nicht ſchon ſtockfinſtere Nacht geweſen waͤre. Es ſchien, daß die Nacht den Tag gewal⸗ ſam vor ſich her trieb, um ihm die Ehre meines erſten Anblicks zu rauben, ſo ſehr be⸗ eilte ſie mit ſchwarzen Wolken die A Abenddaͤm⸗
merung; der aufbrechende Sturm hatte da⸗
bei den Mund ſo voll genommen, als pb er gleich mit tauſend Poſaunen der Welt meine Ankunft verkuͤndigen wollte, und der Himmel nahm ſich ſtatt aller Prieſter mit
einer chriſtlichen Taufe ſelbſt meiner an, in⸗
dem er das volle Becken uͤber mich ausgoß, ſo daß mich das Waſſer in der Wiege durch
Fenſter und Dach hindurch fand. Ich ver⸗
zog den Mund ein wenig, ſagen die Leute, und ſchrie. In dieſer fuͤrchterlichen Sturm⸗ und Regene


