Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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Marmorbilder hoben ſich ſcharf von dem blauen Him⸗ mel ab; Schwäne zogen friedlich auf den am Rande ſchon leichtgefrorenen Baſſins dahin; an den faſt ganz entblätterten Aeſten und Zweigen der Bäume und Ge⸗ ſträuche hingen die feinen Kryſtalle des Froſtes; die ganze Natur ſchien gerade in die erſten Stunden des Winterſchlafs hinüberzuträumen, nur hier und da ſtand noch eine ſpäte Blume oder immergrüne Pflanze, die der Gärtner vergeſſen hatte, wie eine Erinnerung an den entſchwundenen Herbſt.

Mit lebhaften Schritten ging Karl dahin; die kühle Luft erquickte ſeine von vieler Arbeit angeſtrengten Sinne; in Gedanken verloren erreichte er das Ende des Parkes und betrat die Landſtraße, welche zu eini⸗ gen ſtark bevölkerten Dörfern und Fabrikorten hin⸗ führte.

Es fiel ihm auf, daß ſo viele Arbeiter und Tage⸗ löhner ihm begegneten, die, mit trotzigen Geberden und fluchend die letzten Ereigniſſe beſprechend, der Haupt⸗ ſtadt zueilten. Manche befanden ſich in einem Zuſtande, dem man anſah, daß ſie die Nacht nicht im Bette zu⸗ gebracht hatten, und zogen lärmend dahin; auch das zarte Geſchlecht war reichlich vertreten.

Karl wurde dadurch gemahnt, umzukehren, um die Stunde der Audienz nicht zu verſäumen.