Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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ſtellte ſich heraus, daß das proviſoriſche Miniſterium nicht unparteiiſch, ſondern unter der Decke mit der ultramontanen Partei gemeinſam handelte. In wilden Volksverſammlungen tauchten bisher unbekannte Män⸗ ner von zweifelhafter und befleckter Vergangenheit auf und erhitzten mit unſinnigen Phraſen die urtheilsloſen Köpfe des roheſten arbeitsloſen Pöbels.

Communiſtiſche Ideen wagten ſich frecher ans Tages⸗ licht und verſuchten die an ſich heilſame Bewegung zur geſetzmäßigen Freiheit in eine gefährliche Richtung zu drängen.

Neuerdings fanden bewaffnete Kundgebungen und grobe Exceſſe ſtatt; die Regierung verlor den letzten Reſt von Energie und ſchürte mit halben Maßregeln das Feuer; die guten Bürger ſahen alle beſtehende Ordnung und ihr Eigenthum bedroht; Schrecken und Verwirrung arbeiteten dem Umſturz in die Hände.

In dieſer Zeit der Rath⸗ und Muthloſigkeit griff Karl Molling, der mit Schmerz in die Schaaren der ehrlichen Kämpfer für wahre Freiheit unredliche, ver⸗ worfene Geſellen, ehr⸗ und vaterlandsloſe Strolche ſich drängen ſah, zur Feder. Unerſchrocken verdammte er in allen ihm zugänglichen Zeitungen die rohen Aus⸗ ſchreitungen des verführten Volkes; er tadelte laut die jetzige Unthätigkeit der durch frühere Uebergriffe ver⸗