Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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duldet mehrere Generationen lang eine ſchlechte Regie⸗ rung; die Nachkommen, welche endlich eine Revolution machen, bürden dann ungerechterweiſe die ganze Schuld an dem Nationalunglück der letzten Regierung auf und nehmen an ihr Rache, anſtatt beſonnen die Verfaſſungs⸗ veränderung zu überlegen.

Weil die Revolutionen ſo weit über ihr vernünf⸗ tiges Ziel hinausſchießen, iſt die Reaction nach jedem gewaltſamen Fortſchritte ſo groß und iſt überhaupt der Fortſchritt des Zeitgeiſtes ſo langſam. Er macht zwar ungeheure Schritte und müht ſich furchtbar ab, rutſcht aber oft wie ein auf naſſem Lehmboden Wandelnder für einen Schritt vorwärts zwei zurück, beſonders wenn er bis an die Kniee auf weiten Schlachtfeldern im Blute watet. Manchmal gleitet er ganz aus und fällt auf die Naſe.

Da lachen die Materialiſten, da jubeln die Peſſi⸗ miſten und Finſterlinge und meinen, er ſei todt. Bis jetzt aber iſt er Gott Lob immer wieder aufgeſtanden und wandelt raſtlos weiter, wie der ewige Jude. Dafür iſt er der Fortſchritt, und am Ende der Zeiten wird er wohl ans Ziel kommen.

Aber nur nicht geprahlt, daß wir es ſchon ſo herr⸗ lich weit gebracht hätten! Bis zur Unfehlbarkeit des Papſtes, bis zum Banditenthum des Socialismus! Die blinde Leidenſchaftlichkeit, der Mangel an