Teil eines Werkes 
20. Band (1844) Jack am Lande / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

zog ſein freiwilliges Folterinſtrument in demſelben Grade feſter an und ſuchte ſo viel möglich die geiſtige Aufregung durch eine phyſiſche zu neutraliſiren. Das anſtößige Dokument lautete folgendermaßen:

(Privat.)

S. M. S. zu Spithead vor Anker, den 7. Juni 1797. Lieber Sir!

Ich würde Euch mit Freuden bei dieſer Gelegenheit als einen Bruder in dem Herrn anreden und den Verſuch machen, in Eurem Innern ein Gefühl jenes künftigen Zuſtandes zu wecken, wo Heulen und Zähneknirſchen ſeyn wird eines Zu⸗ ſtandes, dem die Sünder nicht entgehen können. Ich beabſichtige nicht, einen Offizier und einen Mann von Ehre zu beleidigen, ſpreche aber zu Euch um der theuren Liebe willen, die ich zu

einer Seele auch im Zuſtande des Abfalles trage, wenn ich Euch ſage, wie Ihr bald weit genug auf dem breiten Pfade zur ewigen Berdammniß vorgerückt und ein Verſtoßener ſeyn werdet, wenn Ihr nicht ſchleunigſt bereut und Eure Sünden in einer Weiſe, die ich nur andeuten will, zu ſühnen ſucht.

Doch Alles dies empfehle ich nur Eurer Privatberück⸗ ſichtigung. Ich wünſche mich mit Euch über etwas zu be⸗ nehmen, was man mit Recht ein öffentliches Feld nennen kann, und hoffe, daß ich Euch zu etwas Gluck wünſchen darf, das wie ein Blick des wahren Lichtes ausſteht, welches in Eurem umnachteten Verſtand aufgetaucht iſt. Ich höre aus dem. Munde mehrerer Perſonen, daß Ihr Eure Un⸗ zufriedenheit ausgedrückt habt über die ſchwerfällige heid⸗ niſche und gottloſe Götzengruppe, welche ein wahres Aergerniß iſt für einen religiöſen Sinn und dennoch ſo augenfällig auf dem Schnabel des Schiffes ſteht, das ſich unter Eurem Kom⸗

mando befindet. Ich will nichts von der Unanſtändigkeit

ſagen, wenn man ohne Unterlaß nackte Bilder vor den Augen