Teil eines Werkes 
20. Band (1844) Jack am Lande / von Kapitän Marryat ; neu aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Entstehung
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nicht Jahre, ja nicht einmal Monate währen, ſondern verglimmen, wie ein Komet, um nie wieder den Augen ſichtbar zu werden. Die Glory lag damals mit der übrigen Kanalflotte bei Spi⸗ thead vor Anker. Das Kriegsgericht über den Figurenkopf nahm eben in der Kajüte ſeinen Fortgang, als ein Offizier mit einem Brief von dem Kontreadmiral, Lord Gambroon, eintrat. Dies reichte zu, alle Ruhe des Kapitän Firebraß zu verſcheuchen. Er nzte mit dem Schreiben in der Hand umher und erſtickte faſt an der Menge von Flüchen, die ſich ſeine Kehle heraufdrängten. End⸗ lich ſchienen gleich zwanzig zumal herauszubrauſen, wodurch er ſich ſo weit erleichtert fühlte, daß er das Siegel erbrechen und den In⸗ halt vorleſen konnte. 3 Lieber Sir! wie mag er ſich unterſtehen, mich lieb zu nennen! Lieber Teufel! Dieſer näſelnde, pſalmodirende, Hymnen ſingende, heuchleriſche, reimverderbende, ſchwefelverſenkte Sünder. Wer, Sir? ſagte der erſte Lieutenant halb zitternd, halb beſchwichtigend. Wer, Sir? verſetzte der aufgebrachte Mann.Wer, Sir?

Was geht das Euch an? Hol' Euch der Teufel, Sir.Lieber Sir!

Oh! ich will ihn lieben Theer und Federn dem Kerl! Potz Hühner und Enten! Blut und Wunden!

Und unter ganzen Salven ahnlicher liebenswürdiger Unterbre⸗ chungen brachte er zuletzt das Sendſchreiben zu Ende. Ja, Send⸗ ſchreiben; wir bedienen uns abſichtlich dieſes Wortes, ohne daß wir gegen die Dogmen der Schule faſhionahler Novellenſchreiber einen Verſtoß zu begehen glauben. Bei einer andern Gelegenheit würden wir es einfach einen Brief genannt haben; aber juſt als Firebraß mit dem Leſen zu Ende gekommen war, entdeckte er eine Art zwei⸗ deutigen Grinſens um die weiten, durch Tabaksſaft gebräunten Kinnladen des Hochbootsmanns. Ueber dieſen Beweis von übelzei⸗ tiger Heiterkeit ballte der entbrannte Kapitän beſagtes Sendſchreiben zu einen Klumpen zuſammen und ſandte es mit guier Zielfertigkeit