Teil eines Werkes 
3. Theil (1836) Japhet, der einen Vater sucht / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Pascha", Peter Simpel", "Jakob Ehrlich", "Willy" [et]c. ; aus dem Englischen von H. Roberts
Entstehung
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Sag' mir, De Benyon, iſt dies nicht ein allerlieb⸗ ſter Anzug?«

»Ja, meine Liebe,« erwiederte ich, ihr reizendes Antlitz und ihre entzückende Geſtalt mit der in den Flitterwochen gewöhnlichen Bewunderung muſternd;»das iſt er in der That. Glaubſt Du aber nicht, geliebte Suſanne,« fuhr ich fort, mit der Fingerſpitze ihre ſchneeige Schulter berührend;daß dieſes Kleid ein klein wenig zu tief ausgeſchnitten iſt⸗«

»Zu tief, Japhet! es iſt ja nicht halb ſo tief, als Mrs. Harcourt de Clare, oder Lady C ihre Kleider ausſchneiden zu laſſen pflegen.

»Nun, meine Liebe, ich habe es auch nicht behaup⸗ tet; ich fragte nur.«. 4

»Gut; wenn Du Dich denn nur belehren laſſen wollteſt, ſo will ich Dir ſagen, daß es nicht zu tief aus⸗ geſchnitten iſt, und Du wirſt hoffentlich zugeben, daß mein Urtheil in dieſer Sache entſcheidend ſein muß; denn wenn ich auch weiter keinen Vorzug habe, ſo habe

ich wenigſtens den, von allen Frauen in London mich

am geſchmackvollſten zu kleiden.

»Wahrlich, Du überzeugſt mich, Suſanne gab ich

5 zur Antwort.

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»Ach! halte Deinen loſen Mund, De Benyon.« Wie es einem gut gezogenen Ehemann geziemt, machte ich eine Verbeugung und ſchwieg. Und da ich jetzt nichts mehr zu ſagen habe, will ich mich auch vor meinen Le⸗ ſern verbeugen und ihnen Lebewohl wünſchen.