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perlichen Erſchütterung, die ſeine Konſtitution bei ſei⸗ nem Unfalle erlitten.
Noch vor Ablauf dieſer drei Monate aber war es endlich entſchieden, daß Harcourts und meine Trauung an einem und demſelben Tage vollzogen werden ſollten; und nachdem ich meine Bekauntſchaft mit dem ehrwür⸗ digen Biſchof, dem ich die Vaterſchaft zugemuthet, er⸗ neuert hatte, verrichtete er die heilige Handlung. Mein Vater übergab mir die Summe, die er mir verſprochen hatte. Maſterton ſchenkte Suſannen zehntauſend Pfund; ihr eigenes Vermögen war ebenſo bedeutend, und ſie hatte daneben die Anwartſchaft auf Cophagus Vermö⸗ gen, nach dem Tode ſeiner Wittwe. Timothy kam nach London, um der Trauung beizuwohnen; ich übergab ihm meine Apotheke nebſt dem Waareuvorrathe, und er iſt jetzt im Beſitze eines ausgebreiteten Geſchäfts. Wie⸗ wohl er ſeine Mutter nicht hat auffinden können, hat er dafür eine hübſche Frau gefunden, die, wie er ſagt, eben ſo gut, wo nicht beſſer iſt.
Man glaube nicht, daß ich Kathleens freundlichen Beiſtandes vergeſſen hätte; ſie wurde bald nachher mit Corny getraut. Es wurde ihnen auf Fleta's Gute eine kleine Meierei zu einer ſo mäßigen Pacht überlaſſen, daß ſie ſich in wenigen Jahren im Stande ſahen, die⸗ ſelbe anzuranfen, und Corny, ſobald er eine behagliche Exiſtenz errungen, wurde aus einem Leveller ein ent⸗ ſchiedener Regierungsanhänger.
Ich bewohne jetzt Ein Haus mit meinem Vater⸗ der ſich ſehr glücklich fuͤhlt, und ſich ziemlich gut beträgt. Er geräth ſelten mehr als zweimal in der Woche in Wuth, was wir faſt als ein Wunder auſehen. Wäh⸗ rend ich dieſes ſchreibe, wiegt er zwei Enkel auf ſeinen Knien. Mrs. Cophagus hat einen Gardehauptmann geheirathet, und macht in Beziehung auf Faſhion und Putz Alles mit, wie man zu ſagen pflegt. Und da meine Leſer ohne allen Zweifel begierig ſein werden, zu wiſſen, ob meine reizende Gattin ihrem beſcheidenen Koſtüm treu geblieben iſt, will ich nur ein kurzes Ge⸗ ſpräch wiederholen, welches zwiſchen uns Statt fand, als ſie geputzt herunterkam, um auf einen von Mrs. Harcourt de Clare gegebenen glänzenden Ball zu fahren.


