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ten geruhet, jetzt auf hartem Bette in einem Kerker lag, unter einer Anklage, die mir einen ſchimpflichen Tod verhieß. Ich richtete mich auf und blieb auf dem Lager ſitzen, denn ich hatte meine Kleider nicht abgelegt. Mein erſter Gedanke war Timotheus. Sollte ich an ihn ſchreiben? Nein, nein! weshalb ihn unglücklich machen? Wenn ich ſterben mußte, ſo ſollte es unter einem angenommenen Namen ſein. Doch unter welchem? Hier wurden meine Betrachtungen von dem Gefangen⸗ wärter unterbrochen, der hereintrat, und mir befahl, meine Matratze zuſammenzurollen, damit ſie, wie es gebräuchlich war, während des Tages aus dem Kerker geſchafft werden könne.
Meine erſte Frage war, ob der Verwundete ſich im Gefängniß befände.
„Du meinſt Deinen Kameraden,« erwiederte der Gefangenwärter.»Ja, er iſt hier, und hat ſeine Be⸗ ſinnung wieder. Der Doktor ſagt, daß es gut mit ihm ſteht.« 3
»Hat er etwas bekannt?« fragte ich.
Der Gefangenwärter gab keine Antwort.
„Ich frage deshalb,« fuhr ich fort;»weil ich, ſobald er ſeinen Mitſchuldigen angiebt, in Freiheit geſetzt werde.“
„Sehr wahrſcheinlich,« ſagte der Menſch höhniſch. „Das Wahre an der Sache iſt daß es Dir in dieſem Falle nichts helfen kann, Angeber zu werden, ſonſt könnteſt Du davonkommen, und deportirt werden; mußt Dich alſo auf Dein Glück verlaſſen. Die große Jury kommt heute zuſammen, und ich werde Dich wiſſen laſſen, ob Du in Anklageſtand verſetzt wirſt oder nicht.«
„Wie heißt denn der Andere?« fragte ich.
»Das muß ich ſagen, Du verſtehſt es, den Leuten Sand in die Augen zu ſtreuen. Sollteſt mich mit Dei⸗


