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Drittes Kapitel.
A
Auf meiner neuen Laufbahn blüht mir anfangs kein Glück.— Ich werde beraubt, und des Raubes beſchuldigt.— Ich verbinde Wunden, und werde beſchuldigt, ſie beigebracht zu haben.— Ich gerathe in eine Pferdeſchwemme, und, wieder herausgekommen, in ein Gefängniß.
Sobald ich Richmond eine halbe Meile hinter mir zurückgelaſſen hatte, befahl ich dem Kutſcher, einen Feldweg einzuſchlagen, um Brentford zu erreichen. Nach einer Fahrt von vier Meilen langten wir dort an, und ich ließ vor einem Wirthshauſe anhalten, indem ich ſagte, daß ich auf eine Poſtkutſche warten wollte. Ich ſchenkte dem Kutſcher eine halbe Krone, und befahl ihm, zurückzukehren, worauf ich in das Wirthshaus trat. Man wies mir ein Hinterſtübchen an, in welchem ich mich ungefähr eine halbe Stunde aufhielt, und über meine ferneren Maßregeln mit mir zu Rathe ging.
Ich bezahlte das von mir beſtellte, aber nicht ange: rührte Bier, verließ das Wirthshaus mit meinem Man⸗ telſack auf der Schulter, und ging weiter, bis ich an den Laden eines Kleiderhändlers kam. Ich ſagte dem Juden, ich bedürfe einiger Kleidungsſtücke, und wünſche meinen Mantelſack und alle meine Habſeligkeiten zu verkaufen. Ich wurde bald gewahr, welch einen Schelm ich vor mir hatte. Nach vielem Feilſchen indeß, denn jetzt erkannte ich den Werth des Geldes, erhandelte ich zwei Paar mancheſterne Beinkleider, zwei Weſten,


