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daß eine Arterie verletzt war. Meine wundärztliche Geſchicklichkeit rettete ihm das Leben. Ich drückte die Arterie zuſammen, während ich den Anderen weitere Anweiſungen gab. Es gelang, eine Art Aderpreſſe zu Stande zu bringen, und dem Bluterguß Einhalt zu thun, worauf ich befahl, den Verwundeten auf einer Tragbahre nach Hauſe zu bringen, und augenblicklich ei⸗ nen Wundarzt kommen zu laſſen. 84
„Sie ſcheinen ſich auf dieſe Dinge zu verſtehen, Sir,⸗ ſagte Mr. Cotgrave.»Sagen Sie mir, iſt Gefahr vorhanden?“
»Er muß ſich das Bein abnehmen laſſen,« erwie⸗ derte ich ſo leiſe, daß Harcourt mich nicht hören konnte.
»Ich bitte, ſehen Sie, wenn er nach Hauſe gebracht wird, nach der Aderpreſſe, denn wenn ſie losgehen ſollte iſt das Schlimmſte zu fürchten.«
Ich verbeugte mich darauf gegen Mr. Cotgrave, und 4 fuhr mit Atkinſon nach Hauſe. 4 „ Ich verlaſſe Sie jetzt, Newland,« ſagte er; ves iſt eenenn daß ich den wahren Hergang der Sache im Publikum bekannt mache, damit ſie nicht falſch dar⸗ geſtellt wird.«
Ich dankte ihm für ſeine Dienſtleiſtungen, und ah mich allein; denn ich hatte Timotheus fortgeſchickt, um mir Nachricht zu bringen, ob Harcourt glücklich in ſei⸗ ner Wohnung angelangt wäre. Ich hatte nie tieferen Kummer gefühlt; meine Angſt um Harcourt war unbe⸗ ſchreiblich. Er hatte mich allerdings nicht gut behan⸗* delt, allein ich gedachte ſeines ehrwürdigen Vaters, der 4* mir ſo warm die Hand gedrückt, als ich ſein gaſtliches
DHaus verließ— an ſeine liebenswürdigen Schweſtern, und die Güte und Zuneigung, die ſie mir bewieſen hat⸗ ten;— an den Schmerz, den die Nachricht ihnen ver⸗


