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ſagen, Japhet, ich kann gerade nicht glauben, daß es ganz recht von Dir war, daß Du Dich für einen Gentle⸗ man ausgabeſt.« 4
»Nein, Tim, es iſt niemals recht, wenn man auf Taͤuſchung ausgeht. Mein ganzes Thun war unrecht,
und ich fürchte, daß ich noch immer mehr in das Un⸗
recht hineingerathe; doch ich kann jetzt nicht morali⸗ ſiren, ich muß ſchlafen gehen, und Alles zu vergeſſen ſuchen.«—
Am andern Morgen um elf Uhr erſchien Harcourts Abgeſandter, ein Mr. Cotgrave. Ich wies ihn an Ka⸗ pitän Atkinſon, er verbeugte ſich und ging. Bald dar⸗ auf kam der Kapitän. Er hatte mit meines Gegners Sekundanten die erforderlichen Verabredungen getrof⸗ fen. Er blieb den ganzen Tag bei mir; des Majors Piſtolen wurden unterſucht und für gut befunden; wir ſpeiſten, tranken ziemlich ſtark, und nach dem Eſſen ſchlug er mir vor, ihn in eine der Höllen, wie ſie ge⸗ nannt werden, zu begleiten. Ich lehnte ſeinen Vorſchlag ab, und ſobald er fort war, rief ich Timotheus.
»Tim,“« begann ich,»wenn mir morgen ein Unglück widerfahren ſollke, ſo biſt Du mein Erbe und Teſta⸗ ments⸗Vollſtrecker. Ich habe meine letztwilligen Ver⸗ fügungen zu Dublin aufgeſetzt, ſie ſind in Mr. Copha⸗ gus Gewahrſam.«
„Japhet, ich hoffe, daß Du mir eine Bitte gewäh⸗ ren wirſt, nämlich, daß ich Dich begleiten darf. Ich möchte lieber mit dort ſein, als in Ungewißheit und Angſt hier bleiben.«
„»Wenn Du es wünſcheſt, lieber Tim, ſo verſteht es ſich von ſelbſt; aber ich will zu Bette gehen, da ich um vier Uhr auf der Wahlſtatt erſcheinen muß— alſo kein Predigen, kein Empfindeln. Gute Nacht, Gott ſegne Dich.⸗


