Teil eines Werkes 
2. Theil (1836) Japhet, der einen Vater sucht / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Pascha", Peter Simpel", "Jakob Ehrlich", "Willy" [et]c. ; aus dem Englischen von H. Roberts
Entstehung
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der Dame in den Laden, ſtellte mich hinter ſie, und betrachtete auf das ſorgfältigſte ihre Ohrringe, während ſie ſich Spitzen vorlegen ließ. Es konnte kein Zweifel ſein. Ich wartete, bis ſie Miene machte ſich zu ent⸗ fernen, und fragte dann den Ladendiener nach ihrem Namen. Er konnte ihn mir nicht ſagen— ſie war eine Fremde; vielleicht aber wußte ihn Mr. H—, ſein Principal, und er ging zu ihm, um ihn zu fragen. Mr. H. war in dem Augenblicke beſchäftigt, und ließ ihn ſo lange warten, daß ich den Wagen abfahren hörte. Fürchtend, die Dame aus dem Geſichte zu verlieren, ſtürzte ich aus dem Laden auf die Straße. Da der Ladentiſch mit Spitzen bedeckt war, ſo glaubte man, daß ich ein oder ein paar Stück geſtohlen habe; ich hörte hinter mir ſchreien:»Haltet den Dieb!« und wurde verfolgt, wie ich meinerſeits den Wagen ver⸗ folgte, der im raſchen Trabe davonfuhr.

Ein Mann, der mich laufen, und Andere ohne Hüte mir nachfolgen ſah, und den Ruf:»Haltet den Dieb!⸗ vernahm, ſtellte mir ein Bein, ich ſtürzte nieder und das Blut lief mir in Strömen aus der Naſe. Ich wurde ergriffen, rauh genug behandelt, und der Poli⸗ zei uͤbergeben, die mich vor denſelben Friedensrichter in Marlborough⸗Street führte.

»Wer iſt der Menſch?« fragte der Friedensrichter.

»Ein Ladendieb, Euer Edeln.«

»Das bin ich nicht, Sir,« erwiederte ich;»Sie kennen mich ſehr gut, ich bin Mr. Newland.«

»Mr. Newland!« erwiederte der Richter argwöh⸗ niſch;»es iſt auffallend, daß Sie zum zweiten Male unter einer ſolchen Anklage vor mich geführt werden.«

„»Und eben ſo unſchuldig, als das erſte Mal, Sir.“