13 Hüfte wurde es ſo ſchlimm, daß ich eine Woche lang
auf dem Sopha liegen mußte. Timotheus ging täglich
aus, um wo möglich den mir ſo ähnlich ſehenden Mann auſzufinden, aber immer vergeblich. Ich wurde immer verſtimmter und leidender. Carbonnell war mein Zuſtand
unerklärlich. Endlich konnte ich meine Füße wieder
gebrauchen; ich ging aus, durchwanderte oder durchlief vielmehr eine Straße nach der andern, und ſchaute, zur Verwunderung der darin Sitzenden, die mich für ver⸗ rückt hielten, in jeden Wagen. Ich vernachläſſigte mei⸗ nen Anzug und mein ganzes Aeußere, denn ich war gleichgültig dagegen geworden, und Tim glaubte ſelbſt, daß ich nahe daran wäre den Verſtand zu verlieren. Endlich, nach etwa fünf Wochen, erblickte ich den Gegenſtand meiner Nachforſchungen in einem Wagen. Dieſer war dunkelbraun, und das Wappen gleichfalls mit düſteren Farben gemalt, ſo daß es nur ganz in der Nähe erkannt werden konnte. Der Herr im Wagen ſaß da, mit
bloßem Kopfe, aufrecht und ſteif.»Er iſt es!« ſchrie
ich, und lief hinter dem Wagen her; ves iſt die Naſe!« So rufend ſtürzte ich hinter drein, und rannte links und rechts zu Boden, wer mir im Wege war. Ich ver⸗ lor meinen Hut, eilte aber, aus Furcht, den Wagen aus dem Geſicht zu verlieren, weiter. Plötzlich hörte ich hinter mir den Schrei:»Haltet ihn auf, haltet ihn auf!«—„»Haltet ihn auf!“« ſchrie auch ich. Ich meinte den ſchwarzgekleideten Herrn im Wagen.
»Damit kommt Ihr nicht durch!« ſchrie ein Mann, und hielt mich beim Kragen;»ich kenne Schliche, die noch zwei Mal ſo fein ſind.«
»Laßt mich!« ſchrie ich, mich ſträubend; aber er hielt mich nur um ſo feſter. Ich ſuchte mich von ihm los
zu machen, bis mein Rock und Hemde zerriſſen waren⸗
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