Wir gingen bei Drummond vor, und ich erkundigte mich, ob nichts für Mr. Newland eingegangen wäre.
„Ja, Sir,“« antwortete einer der Schreiber.»Ge⸗ ſtern ſind tanſend Pfund eingezahlt worden. ⸗ 3
»Sehr gut,“verſetzte ich.
„Wie viel bedürfen Sie?« fragte der Major.
„»In dieſem Augenblicke gar nichts,« erwiederte ich. „In meiner Schreibchatulle liegt mehr, als darin liegen ſollte.⸗.
»Nun ſo laſſen Sie uns gehen und das Eſſen be⸗ ſtellen. Oder ziehen Sie es vielleicht vor, noch ein wenig umherzuſchlendern. In dieſem Falle will ich nach dem Hotel gehen und das Eſſen beſtellen. kommt Harcourt; das iſt ein glücklicher Zufall. Har⸗ court, mein Beſter, hier iſt Mr. Newland, mein ver⸗ trauter Freund. Ich muß Sie jetzt verlaſſen. Neh⸗ men Sie ſeinen Arm auf eine halbe Stunde, Harcourt, und dann eſſen Sie mit uns in der Piazza.«
Mr. Harcourt war ein junger Mann von etwa fünf und zwanzig Jahren, und hatte ein gefälliges, vor⸗ nehmes Aeußere. Gegenſeitig von einander eingenom⸗ men, wurden wir bald vertraut. Er beſaß viel Witz und war ſarkaſtiſch und von feinen Manieren. Nach⸗ dem wir uns eine halbe Stunde nnterhalten hatten, fragte er mich, was ich von dem Major hielte. Ich ſah ihn an und lächelte.»Dieſer Blick ſagt mir, daß Sie ſich von ihm nicht hintergehen laſſen werden; ich würde Sie ſonſt gewarnt haben, fuhr er fort.»Er iſt ein ſeltſamer Menſch; wenn Sie aber reich genug ſind, um ihn zu unterhalten, ſo können Sie nichts Beſſeres thun, denn er kennt Jedermann und hat überall Zutritt. Er iſt von guter Familie, und beſaß früher ein bedeutendes Vermögen, das er indeſſen in kurzer Zeit


