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ſein möchte, er darf es nicht wagen. Denn der Um⸗ ſtand, daß ich im Beſitz des Geheimniſſes bin, wird mir noch mehr als bloße Sicherheit gewähren; ich werde demſelben ſeinen Schutz verdanken, ſollte ich An⸗ ſpruch darauf machen.«„
„Gebe der Himmel, daß es ſo ausfallen möge,“« verſetzte Timothy.»Aber ein wenig ängſtlich bin ich doch.«
„Ich nicht. Morgen werde ich das Empfehlungs⸗ ſchreiben abgeben, und dann meine Nachforſchung fort⸗ ſetzen. Alſo gute Nacht, lieber Tim.“«
Am andern Morgen machte ich mich ohne Säumen nach der Wohnung des Majors Carbonnell auf den Weg. Er bewohnte die Bell⸗Etage eines Hauſes in der St. James⸗Straße. Ich traf ihn beim Frühſtück in einem ſeidnen Schlafrocke. Ich hatte mir vorgenom⸗
men, in meinem Benehmen ein wenig nonchalence blicken zu laſſen, da der Charakter der Vornehmheit ſie ſtets bedingt. Ich blickte daher den Major beim Hereintreten mit einer zuverſichtlichen Miene an; ließ das Billet auf den Tiſch fallen und ſagte:»Etwas zu leſen für Sie, Major. Ich will unterdeß auf dieſem Stuhle ausruhen;« und meine Worte durch die That bekräftigend, warf ich mich auf einen Stuhl, und ſchlug mit einem zarten Spazierſtöckchen an meine Stiefel.
Major Carbonnell, auf den ich, während er den Brief las, mehr als einen verſtohlenen Blick warf, war in einem Alter von ungefähr fünf und dreißig Jahren; ſeine Geſichtszüge waren angenehm, wurden aber durch einen großen Backenbart, der ſich bis an ſeine Mundwinkel und unter ſeinem Kinne hinzog, entſtellt. Er war groß und wohlgebaut, und beſaß unſtreitig ein faſhionables
Weſen. Seine Wäſche war vom glänzendſten Weiß und


