Teil eines Werkes 
1. Theil (1836) Japhet, der einen Vater sucht / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Pascha", Peter Simpel", "Jakob Ehrlich", "Willy" [et]c. ; aus dem Englischen von H. Roberts
Entstehung
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„Madame,« ſagte ich endlich;»ich habe mich er⸗ kühnt, in einigen unbedeutenden Fällen Arznei zu ge⸗ ben, und nehme, wie Sie ſagen, das Geld ein, wenn mein Herr nicht zu Hauſe iſt; allein die Kaſſe iſt mir anvertraut.«

»Ich weiß,— ich weiß— Sie brauchen ſich vor mir nicht zu fürchten. Sie ſind zu beſcheiden. Ich bitte nur, daß Sie mir etwas verordnen wollen, da ich von den Kenntniſſen Ihres Herrn keine große Meinung hege.«

»Wenn Sie es wünſchen, Madame,“ ſagte ich, und verbeugte mich ehrerbietig.

„»Haben Sie zubereiteten Kampher⸗Julep?«

»O ja, Madame,“ erwiederte ich.

»Dann haben Sie die Güte, mir eine Flaſche da⸗ von ſogleich nach meiner Wohnung zu ſchicken.«

Ich reichte ihr die Flaſche, ſie bezahlte, übergab ſie Timotheus, und beſchrieb ihm, wo ſie wohnte. Timo⸗ theus ſetzte ſeinen Hut auf, blinzelte mir zu, und ließ uns allein.

„»Wie iſt denn Ihr Name?« fragte ſie mit derſel⸗ ben wohltönenden Stimme.

„»Japhet Newland, Madame,“ erwiederte ich.

„»Japhet— ein guter, ein Schriftname,“« ſprach die Dame nachdenklich halb zu ſich ſelbſt.»Newland— erinnert an den Mammon.⸗

„»Das Geheimniß wäre alſo gelöſ't,« dachte ich, und meine Vermuthung war richtig.»Sie iſt eine zu ir⸗ gend einer Sekte gehörende Schwärmerin,“« ſprach ich weiter bei mir ſelbſt. Als ich ſie jedoch wieder anblickte, ſchien ihre Kleidung damit im Widerſpruch zu ſtehen, da dieſelbe modiſch und geſchmackvoll war.