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ob wir ſo’n Ding häͤtten, was man'nes armen Mannes Pflaſter nenne.»Beim Henker,« ſagte er,»'s wird eines armen Mannes Pflſter ſein, wenn ich's bekomme; aber ſie ſagen mir,'s wär' ganz un⸗ fehlbar gegen's Rückenſchmerz, das mich daran hindert, die Leiter n'auf zu ſteigen; und da es Sonnabend Abend iſt, und ich juſt Geld hab', ſo will ich erſt den Pflaſter kaufen, und dann zuſehen, was ein Schluck Branntwein inwendig thun wird;'s müßte der Teufel d'rin ſitzen, wenn's zwiſchen den Beiden nicht'nausge⸗ trieben würde.«
Wir hatten nicht, was er forderte, dagegen aber Zugpflaſter. Timotheus reichte es mir, und ich reichte es wieder dem Irländer.
„Und was mögt Ihr dafür fordern?« fragte er.
Die Zugpflaſter wurden für einen Schilling ver⸗ kauft, wenn ſie auf Papier geſtrichen waren; ich for⸗ derte ihm daher achtzehn Pence ab, damit ſechs Pence für uns übrig blieben.
„»Mein' Seel', Einer ſollt' denken, daß Ihr Euch vergriffen hättet, und gebt mir des reichen ſtatt des armen Mann's Pflaſter. Werd' mir Branntwein ab⸗ ziehen müſſen; doch hier iſt das Geld, und's letzte Stück vöm guten Morgen für Ench, da ich ſeh', ˙s wird juſt Nacht.“
Ich theilte mit Timotheus lachend den Sir⸗Pence. Es zeigte ſich, daß der arme Kerl, nachdem er ſeine Portion Branntwein zu ſich genommen, das Pflaſter beim zu Bett gehen ſich auf den Rücken gelegt hatte; am andern Morgen befand er ſich in einem nicht be⸗ neidenswerthen Zuſtande. Wir ſahen ihn erſt nach ei⸗ ner Woche wieder, und er trat zu unſerm höchſten Schrecken in den Laden, waͤhrend Mr. Brookes anwe⸗


