einen Haufen Papiere durchſehen— Es wird Euch zu lange aufhalten— genüge es, wenn ich ſage, daß es in einer Nacht war— aber ob dieſe Nacht finſter oder mondhell, regnigt oder neblig, oder eine ſchöne Sternennacht war, das kann ich wirklich nicht ſagen; doch es iſt auch von keiner ſehr großen Bedeutung. Gut alſo— es war in einer Nacht etwa um—— Da bin ich ſchon wieder in Verlegenheit. Es mochte um zehn oder elf oder zwölf Uhr ſein,— oder auch nach Mitternacht, oder gegen Morgen; mehr weiß ich nicht. Der Leſer wird ein Kind von— ja von— von einigen Tagen— entſchuldigen, das in Flanell eingehüllt, in einem bedeckten Korbe und feſt ſchlafend, nicht genau auf die Beſchaffenheit des Wetters und die Stunde achtete. Ich wußte obenein von jeher wenig von der großen Wichtigkeit der Zeitbeſtimmungen beim Geſchichten⸗Erzählen, und jetzt iſt es zu ſpät, Umſtände zu erforſchen, welche die Zeit in Vergeſſenheit begra⸗ ben hat. Ich muß mich daher darauf beſchränken, das Wenige, was mir bekannt, zu berichten, und mich auf die Nachſicht der Leſer und Gedankenſtriche ſtützen. Das Wenige iſt dieſes: 3 Etwa um— in einer Nacht— bei gutem oder ſchlechtem Wetter— wurde ich, ein Kind von einigen Tagen, durch Jemand an den Thürklopfer des Findel⸗ hauſes gehängt. Nachdem der Jemand mich feſtgebun⸗ den, zog er mit Heftigkeit die Glocke, ſo daß der alte Thürwärter aus dem Schlafe aufgeſchreckt wurde, und ſich mit ſolcher Eile aufraffte, daß er mit umgekehrter Hand ſeiner beſſern Hälfte einen Schlag auf die Naſe verſetzte, 5 der die Veranlaſſung wurde, daß dieſem Organ eine be⸗ trächtliche Menge Bluts, und dem unmittelbar darun⸗
Kabinet und danu eine eiſerne Kiſte aufſchließen und


