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Amine legte jedoch die Hand auf ihres Vaters Lippen und der Satz wurde nicht beendigt. A „Vater,“ ſagte das Mädchen.„Es iſt Zeit, daß wir uns 4 uriczlehen Ihr müßt uns für dieſe Nacht verlaſſen, Philipp.“ „Nein, das will ich nicht,“ verſetzte Philipp,„und ebenſo we⸗ nig gedenke ich mich dem Schlafe hinzugeben. Ihr beide mögt ruhig zu Bette gehen, denn es iſt in der That hohe Zeit. Gute Nacht, Mynheer Poots. Ich will nur um eine Lampe bitten und dann Euch allein laſſen.— Gute Nacht, Amine.“ „Gute Nacht,“ erwiederte Amine ihre Hand ausſtreckend,„und tauſend, tauſend Dank.“. „Tauſende von Gülden!“ murmelte der alte Mann, während Philipp das Zimmer verließ und hinunterging.
Fünftes Kapitel.
PVhitiop Vanderdecken ſetzte ſih unter die Vorhalle der Thüre und ſtrich ſich das Haar aus der Stirne, welche er dem Fächeln des Windes preisgab, denn die fortgeſetzte Aufregung der letzten drei Tage hatte in ſeinem Gehirne ein Fieber erzeugt, das ihn unruhig und verwirrt machte. Er ſehnte ſich nach Ruhe, wußte aber wohl, daß dieſe für ihn nicht vorhanden war. Finſtere Ah⸗ nungen bedrängten ihn, und in der Zukunft ſah er blos eine lang fortgeſetzte Kette von Unglück und Gefahr ſelbſt bis zum aber ſeine Seele blieb frei von Furcht. Es war ihm, als erſt ſeit drei Tagen ſein Daſein begonnen, das zwar traurig, nicht unglücklich war. Ohne Unterlaß kehrten ſeine Gedanken zu


