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Erſtes Kapitel.
Am rechten Ufer der Schelde und faſt der Inſel Walcheren gegenüber liegt die kleine, befeſtigte Stadt Terneuſe, an deren äußerſtem Rande um die Mitte des ſiebenzehnten Jahrhunderts, neben ein paar anderen, noch beſcheideneren Wohnungen, ein nettes, nach dem vorherrſchenden Geſchmacke der Zeit erbautes Häuschen ſtand. Die Vorderſeite deſſelben war vor einigen Jahren tief orangegelb angeſtrichen worden, während die Fenſterrahmen und Läden eine lebhaft grüne Farbe zeigten. Etwa drei Fuß über der Erdfläche war es abwechſelnd mit blauen und weißen Ziegeln bekleidet. Die Hütte umgab ein zwei Ruthen großer Garten, der von einer niedrigen Hartriegelhecke und einem ziemlich preiten Waſſergraben umfaßt wurde, über welchen man nicht ſo leicht hinüberſpringen konnte. Zu dem Eingange der Pohnung führte zeine ſchmale, kleine Brücke, die zur Sicherheit Derjenigen, welche
darüber gingen, mit einem eiſernen Geländer geziert war. Die Farben der Hütte waren jedoch, ſo hell ſie auch urſprünglich ſein mochten, verblichen; an den Fenſterſimſen, den Thürpfoſten und andern hölzernen Theilen des Häuschens ließen ſich Merkmale eines ſchnellen Verkommens unterſcheiden, und viele der heruntergefallenen Ziegel waren nicht wieder erſetzt worden. Es war klar, daß in früherer Zeit viel Sorgfalt auf die kleine Wohnu b det hatte, obſchon ſie in der letzten Zeit ſehr vernachläſſigt wurde.


