Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1809)
Entstehung
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1 XXIV. Die Afghanen. Nach Langlés und Forſter.

De Afghanen beſtehen aus mehreren zahlrei⸗

chen Stämmen, die unter dem allgemeinen Nah⸗

men Patanen alle Gebirgslaͤnder einnehmen, wel⸗ cche auf der Nordweſtſeite die Graͤnzen von Hindoſtan ausmachen. Sie ſind ein ſtarker, robuſter Schlag

Leute, und fuͤhren groͤßtentheils ein raͤuberiſches

Leben, man bemerkt daher in ihren Sitten noch viele barbariſche Inſolenz. Gegen alle Beſchaͤftigun⸗ gen des eiviliſirten Lebens hegen ſie die groͤßte Verachtung, und ſind uͤberhaupt ein rohes, unwiſ⸗ ſendes Volk. Sie haben keine beſondere S.y ift, aber eine eigenthuͤmliche Sprache, die ſie Puhktinennen.

Obſchon die meiſten Schriftſteller die Afghanen

zum Stamme der Tataren rechnen, ſo haben ſie doch mit dieſen an Geſtalt, Bildung und Sitten nicht die geringſte Aehnlichkeit. Von ihren tatariſchen Ueberwindern nahmen ſie die mohamedaniſche Reli⸗ gion an; ſie bekennen ſich zur Sekte der Suniten, und

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