Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1809)
Entstehung
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(u17)

Wohnplatz zu erwaͤrmen. Zuweilen iſt fuͤr den Rauch eine eigene Oeffnung im Dache angebracht, meiſtens muß er ſich aber durch die Thuͤre, oder die Fenſter verziehen. Im Winter erleuchtet man die Kabane durch angezuͤndete lange Spaͤne von Tannenholz. Man erſtaunt, in dieſen ſchwarzen, raͤucherigen, unreinlichen Huͤtten oft Kleider und Leinenzeug von großer Schoͤnheit zu finden. 1

Die Dampfbaͤder ſind eine der groͤßten Ver⸗ gnüͤgungen der Landeseinwohner. Die Badſtuben ſind nicht ſehr geraͤumig, in demſelben erheben ſich mehrere Reihen von Baͤnken ſtufenartig. Man er⸗ hitzt dieſe Stuben bis zu 56 und 64 Grade(Reau⸗ mur), ſodann gießt man ununterbrochen Waſſer auf gluͤhende Steine. In kurzer Zeit iſt die Stube mit Daͤmpfen erfuͤllt und der Badende, der immer tie⸗ fer von Bank zu Bank hinabſteigt, mit Schweiß ganz uͤbergoſſen. Dann wird der ganze Koͤrper mit lauem Waſſer ab ewaſchen, und mit Birkenreiſern, an denen man die Blaͤtter laͤßt, gelinde gerieben und geſchlagen. Die Weiber muͤſſen ohne Unter⸗ ſchied dieſe Dienſte bey beyden Geſchlechtern ver⸗ richten. Ehe ſich ſodann der Finne wieder anklei⸗ det, waͤlzt er ſich zur Winterszeit im Schnee, im Sommer aber auf dem Raſen. Sie glauben ſich durch dieſe Baͤder wunderſam geſtaͤrkt, aber es iſt entſchieden, daß der zu haͤufige Gebrauch derſelben den Koͤrper ungemein ſchwaͤcht und ſelbſt das Lebens⸗ ende beſchleunigt.