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4 Fünftes Hauptſtück
Sitten, Gebraͤuche, Sprache der Einwohner.
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Da Finnen ſind ein eigener, von den Deut⸗ ſchen und Slaven ganz verſchiedener Volksſtamm. Sie gehoͤren zu dem weit ausgebreiteten Geſchlech⸗ te, deſſen Sitze durch den europaͤiſchen und weſtaſt⸗ atiſchen Norden, von dem ſinniſchen Meerbuſen bis an den Ob und ſuͤdwaͤrts bis an die Wolga und das kaſpiſche Meer giengen.
Die finniſche Sprache iſt eine der wohlklingend⸗ ſten und am meiſten zur Muſik geeigneten in der Welt; ſie hat ſehr viele Aehnlichkeit mit dem Unga⸗ riſchen. Alle Worte endigen ſich auf Selbſtlaute und ſelten findet man zwey unmittelbar auf einan⸗ der folgende Konſonanten; dieſe Sprache kennt das b df und g nicht, doch gebrauchen die Finnen ei⸗
nige fremde Worte, in welchen die letzterwaͤhnten
drey Konſonanten vorkommen. Dieſe Sprache hat drey Dialekte, den von Savolax, den von Oſter⸗ botten, und den vom eigentlichen Finnland. Die Eſthen und Finnen verſtehen ſich wechſelsweiſe. Die heutigen Finnen zeichnen ſich durch ver⸗ ſchiedene vortheilhafte und nachtheilige Eigenſchaften aus. Sie ſind ernſthaft, unverzagt, unermuͤdet, ſie ertragen gleichguͤltig alle Beraubungen, alle Qua⸗ 5 3


