Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1809)
Entstehung
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Nach Mitternacht, und nachdem ich mich oft verirrt hatte, trat ich endlich aus dem Walde ins Freye vor. Ich verdoppelte meine Schritte, da ich zu meiner Freude einen betretenen Weg fand. Bald aber bannte mich ein neuer Schrecken, den eine hin⸗ ter Geſtraͤuchen wandelnde Schildwache in mir er⸗ weckte. Ungewiß, welchen Truppen ich in die Haͤn⸗ de liefe, kroch ich auf allen Vieren naͤher, als mich ein qui vive von der Anweſenheit der Franzoſen aberzeugte.

Ich fand dieſelben Trupven, hinter welchen ich hatte zurück bleiben müſſen. Kapitaͤn Abraham um⸗ armte mich mit Entzüͤcken. Auf die Nachricht von meinen Begebenheiten bey der Kalabreſin ließ er durch einzelne dumovfe Trommelſchlaͤge die Solda⸗ ten wecken, welche kaum ſeit anderthalb Stunden hier geruht hatten. Die Bauern mußten ihre halb⸗ todten Maulthiere wieder bepacken, und ſo ging der Marſch weiter. 1

Endlich kamen wir nach einem 27ſtuͤndigen Marſche, den wir ohne Speiſe zu nehmen zuruͤck gelegt hatten, in Monte leone an. Der General bezeugte den Officieren ſeine groͤßte Zufriedenheit. Er hatte, da der Feind Anſtalten getroffen, uns abzuſchneiden, uns ſchon für verloren gehalten.

Schon Nachmittags mußte ich Zeuge eines Treffens ſeyn. Die Reapolitaner und die Kalabre⸗ ſen drangen in langen Haufen aus den Gebuͤſchen vor, wurden aber von den Chaſſeurs binnen einer