Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1809)
Entstehung
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cheren Pyramiden der Sakharahgruppe niemahlg ganz vollendet wurde.. A2

Eine andere Pyramidengruppe iſt jene von Daſchur, aus zwey groſſen und eben ſo vielen kleineren beſtehend. Die betraͤchtlichſte derſelben iſt kegelförmig, bildet oben ein ſtumpfes Dreyeck, und wurde in neueren Zeiten ſtark beſchaͤdigt, an keiner aber ſieht man die Spur einer Bekleidung.

Von ehemahliger vorzuͤglicher Schoͤnheit zeu⸗ get die Pyramide von Medun, welche im Suͤden der Gruppe von Sakharah liegt. Sie iſt auf einer Flaͤche der Lybiſchen Gebirgskette gebaut, beſteht aus gewoͤhnlichem, weichem Sandſtein in groſſen Werkſtuͤcken, die durch eine geringe Quantitaͤt Kitt zuſammen gefügt ſind, und ſteigt in drey abneh⸗ menden Abſtufungen empor. Dieſe gegenwaͤrtig ſo ſonderbare Geſtaltung war ehemahls ohne Zweifel durch eine weitere Abſtufung verſchoͤnert, welche in Form eines Viereckes den Gipfel ausmachte.

Die Tiefe, auf welcher dieſe Pyramide, deren oberſte Theile herabgeſtuͤrzt ſind, im Sande ſteckt, ſcheint Verſchiedene veranlaßt zu haben, in der Py⸗ ramide von Medun einen Beweis fuͤr ihre Meinung zu finden, daß kein Gebaͤude, beſonders von ſo unendlicher Laſt, einer eigenen Grundfeſte entbehren koͤnne. Indeß zerfaͤllt dieſe Hypotheſe, ſo wie noch manche andere, die hier nicht angefuͤhret wird, durch die neueſten Unterſuchungen von ſelbſt. Zwar werden die gegenwaͤrtigen Beſitzer Aegyptens an der noͤrdlichen Seite der zweyten Abſtufung eben ſ9