Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1809)
Entstehung
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nit bekleidet waren, hatte dieſe, wie aus Herodot und Plinius erhellt, eine Bedeckung von ſchoͤnem, hell polirtem und dunkelgruͤnem Jaspis aus Aethio⸗ pien. Ihre untere Breite betraͤgt, nach Grobert's Meſſung 280, und ihre Hoͤhe 162 Fuß. Nicht die Buhlerin Rhodopis, wie die Hellenen glaub⸗ ten, ſondern wie Herodot verſichert, Koͤnig My⸗ kerinos, ein Sohn Cheops, hat ſie erbaut. Er ſchloß die Tempel wieder, und die Prieſter dadurch verſoͤhnt, erſchoͤpften ſich nicht nur in ſeinem Lobe, wie man es in Herodot deutlich findet, ſondern in⸗ konſequent genug, uͤberſahen ſie bey ihm den Um⸗ ſtand, daß auch er eine Pyramide baute, die bey der Herbeyſchaffung ihret Bekleidung aus weiter Ferne, ungeachtet ihrer Groͤſſe um Weniges oder um gar nichts wohlfeiler ſeyn konnte, als jene ſeines Vorgaͤngers.

Noch weiter ſüdweſtlich von dieſer Pyramide ſtehen noch drey bey weitem kleinere Pyramiden. Eine derſelben wurde von Afychis, dem Nach⸗ folger des Mykerin aus Backſteinen erbaut. Sie hatte, nach Herodot, folgende Inſchrift:Wuͤr⸗ dige mich nicht herab zu den ſteinernen Pyramiden; denn ich bin uͤber ſie ſo weit erhaben, als Zeos üͤber die anderen Goͤtter. Eine Stange ſtieß man in den See, und ſammelte den Schlamm, der an der Stange haftete, brannte Ziegel daraus, und ſo ward ich erbauet. Dieſe Pyramide blieb ebenfalls verſchont von den Verwüͤn, ſchungen der

aͤgyptiſchen Prieſter.