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Forſchen ſtimmt: ſo geraͤth doch, im Ganzen ge⸗ nommen, das Gefühl der Erhabenheit dieſer ewig bleibenden Erſcheinungen nit jenem unſerer be⸗ ſchraͤnkten Kraft— die Aehnliches keineswegs zu ſchaffen, ja nicht einmahl zu begreifen vermag— in einen unangenehmen Zuſammenſtoß. Die An⸗ ſicht einer gewaltigen Katarakte, eines unbegraͤnzt emporſtrebenden Gebirges, das ſchauerliche Gaͤh⸗ nen eines Abgrundes, und ſelbſt der geſtirnte Him⸗ mel goͤnnen bey kuͤrzerem oder laͤngerem Verwei⸗ len uns weder ein ruhiges Beſchauen, noch ein ho⸗ hes Bewußtſeyn eigener Kraft. Im leidenſchaftli⸗ chen Sturme des Gemuͤthes duͤnkt ſich der Menſch zuweilen uͤber die Grenze hinaus zu reichen, welche der eigene Organismus und die allgemeine Natur ihm vorzeichnen; im naͤher bewußten Zuſtande hin⸗ gegen ehrt er beſcheiden die Graͤnze. Das Geſchaf⸗ fene ſchweigt, wenn die Schoͤpfung ſpricht.
Einer anderen Art ſind aber die Eindrücke von Werken, die ohne menſchliche Kultur ihr Daſeyn nicht erhalten haͤtten. Stellen naͤhmlich vor den An⸗ blick des Menſchen ſich Werke hin, die zwar von irdiſchen Haͤnden errichtet wurden, dennoch aber die Rieſenarbeit gewaltiger Daͤmone zu ſeyn ſcheinen, und in koloſſaler Hoheit Jahrtauſenden getrotzt ha⸗ ben, Werke, ſchon durch die Groͤſſe des eingenom⸗ menen Raumes erhaben genug, um den Beſchauer an die letzte Graͤnze endlicher Moͤglichkeit zu ver⸗ ſetzen, dann ergreifet eine Bewunderung, die nach den erſten Ueberraſchungen wohlthaͤtig wird, weil


