Teil eines Werkes 
5. Bändchen (1809)
Entstehung
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zuͤcken auf die praͤchtigſte Perſpektive, welche die Natur anzubieten vermag. Ein ungeheures Waſ⸗ ſerbecken erſtreckt ſich in das Innere einer lachenden Landſchaft, wo hohe Berge ſich in dem Azur des Himmels, oder in dem Purpur nachbarlicher Wol⸗ ken verlieren. Unzaͤhlige kleine Eilande, auf die⸗ ſem beſchraͤnkteren Ozeane vertheilt, gleichen eben ſo vielen Gärten mit Lauben und Blumen bedeckt, welche die ſüſſeſten Wohlgeruͤche aushauchen. In amphitheatraliſchen Reihen erheben ſich umgürtende Gebirge; zwiſchen ihren gruͤnen Waͤnden entdeckt das Auge liebliche Thaͤler von ſilbernen Baͤchen durchſchnitten. Hier glaͤnzt ein ewiger Fruͤhling, und die Natur bietet ihre koſebauſten Geſchenke zum Genuß dar.

Die Stadt Rio, oder Santo Sebaſtia⸗ no liegt angenehm auf einem geraͤumigen Vorge⸗ birge, deſſen Erhebungen den Hafen gegen die ge⸗ woͤhnlichen Suͤdwinde ſchuͤtzen. Auf einem der bey⸗ den kahlen, mitternaͤchtlichen Enden desſelben liegt eine regelmaͤſſige Citadelle, und auf dem andeen ein wohlverſchanztes Benediktinerkloſter. Dieſe beyden Hoͤhen beherrſchen in Verbindung mit dem ſtaͤrkſten Hafenfort, welches auf der Schlangeninſel, auf einem 30 Fuß hohen Felſen liegt, die Stadt. und den Ankerplatz.

Der erſte Gegenſtand der Aufmerkſamkeit beym Eintritte in die Stadt iſt ein ſchoͤner viereckiger Platz an drey Seiten von Haͤuſern, an der vierten vom Meer begraͤnzt, wo ein praͤchtiger ſteinerner