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rauhe Pornabiacaba koͤmmt man nach der be⸗ ruͤhmten Stadt Sao Paulo. Ihre Bewohner waren Anfangs nur Mißvergnuͤgte und Verbrecher, die ſich hier in einer beynahe unangreifbaren Stel⸗ lung verſammelt hatten. Sie erkannten Portugals Oberherrſchaft nicht an, und waren gezwungen vom Raube zu leben. Daher durchſtreiften ſie das Land als unbarmherzige Verwuͤſter, jagten die In⸗ dianer, wie wilde Thiere, und ſchleppten ſie, an den Schweif ihrer Pferde gebunden, mit ſich fort. Sie verbrannten die Wohnungen der Wilden, wel⸗ che durch die Jeſuiten civilifirt worden waren. Nach und nach aber haben ſtie ihre unſtaͤte Lebensart ver⸗ laſſen, und ſind menſchlicher geworden.
Nun folgt das Gouvernement Rio Janeiro, und in demſelben die Hauptſtadt des Landes, die eine etwas naͤhere Beſchreibung verdient.
Der erſte Gegenſtand, der nach Voruͤberſeg⸗ lung des Kaps Frio die Aufmerkſamkeit feſſelt, iſt eine Oeffnung in der gruͤnen Bergkette, weiche die Kuͤſte begraͤnzt. Dieſe Spalte ſcheint von Ferne ei⸗ ne enge Pforte zu ſeyn, ſie befindet ſich zwiſchen zwey Steinpfeilern, deren Nacktheit mit der uüͤppi⸗ gen Pflanzenwelt der uͤbrigen Gebirge ſchoͤn kontra⸗ ſtirt. Dieſe Oeffnung iſt der Eingang in den Ha⸗ fen von Rio Janeiro. Gerade in der Mitte des Eingangs befindet ſich eine kleine, ſehr befeſtigte Inſel, und beſchraͤnkt die Einfahrt auf 3 Meile. Hat man dieſen Kanal durchſchifft, ſo trifft das Auge mit einem Wechſel von Erſtaunen und Ent⸗
V. Baͤndch H


