Teil eines Werkes 
5. Bändchen (1809)
Entstehung
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plagten Indianer mehrere wohlthaͤtige Erleichte⸗ rungen.

Mexiko iſt das Land der Ungleichheit. Nirgends iſt dieſe groͤſſer in der Vertheilung der Glücksguͤ⸗ ter, der Civiliſation, der Bearbeitung des Bodens, und der Volksmenge. Das Innere dieſes Koͤnig⸗ reichs enthaͤlt 4 Städte, welche eine von der an⸗ dern nur eine bis zwey Tagereiſen entfernt ſind, aus welchen die kleinſte 35,000, die groͤßte 130,000 Einwohner zaͤhlt. Die mittlere Bergflaͤche von Puebla bis Mexiko und gegen Salamanca und Zelaga iſt mit Doͤrfern und Bauernhoͤfen uͤberſaͤet, wie der am beſten angebaute Theil der Lombardie. An der Oſt⸗ und Weſtſeite dieſes ſchmahlen Landſtreifens hingegen breiten ſich weite, unbebaute Gegenden aus, die kaum 10 bis 12 Einwohner auf einer Huadratmeile zaͤhlen. Die Hauptſtadt und mehre⸗ re andere Staͤdte haben wiſſenſchaftliche Inſtitute, welche mit denen in Europa wetteifern koͤnnen. Die Bauart der oͤffentlichen und Privatgebaͤude, die Zier⸗ lichkeit der Hausgeraͤthſchaften, die Equipagen, der Luxus in der Kleidung der Frauenzimmer, der ge⸗ ſellſchaftliche Ton, alles dieſes zeigt eine Stufe der Verfeinerung, gegen welche die Nacktheit, Unwiſſen⸗ heit und Rohheit des gemeinen Volkes grell ab⸗ ſticht Dieſe ungemeine Ungleichheit der Gluͤcksgüter findet man uͤdrigens nicht allein unter den Weiſſen, ſondern auch unter den Landeseingebohrnen. Bey der unbeſchreiblich groſſen Armuth, in, welche der groͤßte Theil von ihnen verſunken iſt, trifft man