1—(125)—
Die Fiſcher ſtellen ſich an die Seite des Fahr⸗ zeugs und ein jeder iſt mit Schnur und Angel ver⸗ ſehen. Iſt ein Fiſch gefangen, ſo wird ihm ſogleich die Zunge ausgeſchnitten und er einem uͤberliefert, der ihn etwas zurichtet und durch eine Lucke ins erſte Deck wirft, wo man ihm einen Theil des Rück⸗ grats aufreißt und durch eine zweyte Lucke in den Kielraum wirft, um geſalzen zu werden. Wenn eine zur Ladung des Schiffes hinreichende Anßahl Fiſche gefangen und geſalzen iſt, ſo ſegelt man von den Baͤnken nach der Inſel, wo das Schiff ausge⸗ laden wird, um wieder nach dem Fangplatz zurück zu kehren, und ſo erneuert man, in einer Jahrs⸗ zeit, vier bis fuͤnfmal die Fracht.
Auf der Inſel wird der Stockfiſch getrocknet, und dort treffen groͤſſere Schiffe aus Enigland ein, um ihn den europaͤiſchen Maͤrkten zuzufuͤhren. Ein Mann, den man Culler oder Auf eher nennt, unterſucht die Ladung eines jeden Fahrijeuges, um zu verhüten daß uicht ein ſchlecht gepockelter Fiſch mit eingeladen werde, welcher leicht die ganze Fr Kcht beſchaͤbigen koͤnnte.
Der Preis des in Newfoundland ouberetteten Fiſches iſt gemeiniglich 15 Schilling per Quintal oder Centner, welcher in Europa ungefaͤhr 20 Schil⸗ ling werth iſt. Die Transportskoſten nach der ſpa⸗ niſchen Kuͤſte betragen 2 Schilling 5 Pence und nach Livorno drey Schilling per Quintal.
Ein mit zwoͤlf Mann beſetztes Schiff muß von der Mitte des Aprils bis zum July 10,000 Fiſche


