Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
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(32) aufſteigen, mit kleineren oder groͤſſeren Flammen beſetzt.

Hoͤchſt merkwuͤrdig iſt auf dem Grunde dieſes Kraters gegen Weſten eine betraͤchtliche Grotte in der

Wand; ſie hat eine Hoͤhe von 110 Fuß bey einer Breite von 250, und endigt ſich in eine vielleicht

unermeßlich tiefe Grube von zehn Fuß im Durchmeſ⸗

ſer. Unaufhoͤrlich erhebt ſich aus der Tiefe eine weiß⸗

liche Dampfſaͤule, von ſolcher Hitze und ſo durchdrin⸗ gendem Schwefelgeruch, daß man erſticken mußte, wollte man in die Grotte tiefer einzudringen wagen. Ein Theil des Dampfes ſetzt ſich an den Waͤnden als fluͤſſiger Schwefel an, und bildet an denſelben Schwefelſtalaktiten. Man findet Stangen, in der Form umgeſtürzter Kegel, von drey Fuß Laͤnge, und zwey Zoll Dicke; andere haben die Geſtalt eines Cylinders. Dieſe Stalaktiten beſtehen aus ganz rei⸗ nem Schwefel, den kein Ofen reiner geben koͤnnte, er iſt zuweilen fleiſchfarbig, groͤßtentheils ſehr ſchoͤn gelb, gläͤnzend auf der Oberflaͤche. Uiberhaupt iſt der Schwefel von Volkano der beſte, den man fin⸗ den kann.

Der Schlund in dieſer innerſten Höhle des Kra⸗ ters iſt zugleich die Stelle, wo das unterirdiſche Ge⸗ toͤſe den hoͤchſten, furchtbarſten Grad erreicht; hier iſt unmittelbarer Zuſammenhang mit dem Flammen⸗ meere, das ſich im tiefſten Eingeweide des Berges in ewiger Bewegung befindet. Wenn ein Stein hinabgeworfen wird, vernimmt man wohl das zi⸗

ſchende Geraͤuſche, welches er bey dem Durchſchnei⸗ den