Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
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Kaures Gas ausduͤnſtet, wodurch das Athemholen ſehr erſchwert wird. Wo ſeine Hand die Waͤnde be⸗ ruͤhrt, findet er ſie ſehr heiß, ſo daß er es nicht lan⸗ ge vertragen kann. Die Luft iſt gleichſam glühend, ſelbſt der eifrigſte, neugierigſte Beobachter muß oft wieder hinaus ins Freye, und kann nur unterbrochen ſeine Unterſuchungen fortſetzen. Die Waͤnde der Grotte ſind mit ſchwefelſaurer Alaunerde, mit ſalz⸗ ſaurem Ammoniak und mit Schwefel inkruſtirt. Das Waſſer des Sees iſt heiß, und obgleich ſeine Waͤr⸗ me nicht achtzig Grad erreicht, ſo befindet es ſich doch in beſtaͤndiger Wallung; auf der ganzen Waſſermaſſe bilden ſich, huͤpfen und ſchwimmen kleine und gro⸗ ßere Luftblaſen in zahlloſer Menge, in mannichfalti⸗ gen Kreiſen und Richtungen. Die geringſte zufaͤlli⸗ ge Bewegung vermehrt dieſes Aufbrauſen, dieſes Entwickeln von Blaſen, und dieſe draͤngen ſich, wenn ein Stein in den See geworfen wird, mehrere Mi⸗ nuten lang an der Stelle, wo dieſer den Boden be⸗ ruͤhrt hat. Der Schwefelgeruch iſt dabey ſehr em⸗ pfindlich, und macht den laͤngern Aufenthalt in der Grotte unangenehm. Die Lipareſen und andere be⸗ nachbarte Inſulaner haben die heilfame Wirkung des heiſſen Waſſers und der Dünſte auf manche koͤr⸗ perliche Uibel kennen gelernt, und beſuchen daher dieſe Grotte voll Achtung und Zuverſicht. Ein Arzt auf Lipari, Gaetano Trovatina, hat mehrere Verſu⸗ che uͤber die nuͤtzliche Anwendung dieſer Heilkraͤfte gemacht. Rauch hat Spallanzanj in der Grotze