Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Die vorzüglichſten Gebaͤude ſind: die Kathe⸗ dralkirche, ein gothiſches Denkmal von einer küͤh⸗ nen und majeſtaͤtiſchen Bauart, nicht, wie gewoͤhn⸗ lich die Gebaͤude in dieſem Styl, mit Verzierungen überladen, ſondern von edler Einfachheit und Groͤſ⸗ ſe. Sie wurde im Jahr 1299 zu erbauen angefan⸗ gen, hat zwey hohe Thuͤrme und ein groſſes Kloſter in dem naͤmlichen Geſchmacke, wie die Kirche. Ei⸗ ne unterirdiſche Kapelle enthaͤlt in einem praͤchtigen Mauſoleum die Ueberreſte der Schutzpatronin von Barcellona, der heiligen Eulalia. In der Raͤhe der Hauptkirche befindet ſich die Kapelle der ehemaligen Grafen von Barcellona, deren Paltlaſt nun in ein Kloſter der heiligen Klara und das Inquiſitions⸗ Gebaͤude umgeſchaffen iſt; der Pallaſt der Au⸗ dienca, eines der ſchoͤnſten Gebaͤude, wo ſich die berühmten köoͤniglich⸗arragoniſchen⸗Archive befinden, deren Urkunden bis ins achte Jahrhundert zuruͤck⸗ gehn; die Michaelskirche, ein ehemaliger Nep⸗ tuns⸗Tempel mit einem ſchoͤnen Pflaſter von Mo⸗ ſaik; das allgemeine Hoſpital mit dem chi⸗ rurgiſchen Kollegium, von welchem die Verbeſſerung der Wundarzneykunſt in Spanien ansgieng und die Loaja oder das Kaufhaus, eines der praͤchtigſten und geſchmackvollſten Gebaͤude. Man findet hier auch noch Ueberreſte eines Herkulestempels und an⸗ ſehnlicher arabiſcher Baͤder. Die Promenaden von Barcellona ſind ſchoͤn und praͤchtig; man kann eine nach der andern be⸗ ſ(uchen, wenn man im Innern der Stadt laͤngs