Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

(22)

Fuß breit iſt. Die Haͤuſer ſind ſich alle gleich, von Ziegeln erbaut, ein Stockwerk hoch, und jedes hält 35 Fuß ins Gevierte. Man bemerkt noch die verſchiedenen Einfaſſun⸗

gen von Bareellona in den aufeinanderfolgenden Zeitraͤumen ſeiner Geſchichte. Anfaͤnglich lag die Stadt auf der Anhoͤhe in einer kleinen Entfernung vom Meere und gieng nicht uͤber dieſe Anhoͤhe hin⸗ aus. Dieſe Gegend macht heut zu Tage beynahe den Mittelpunkt der Stadt aus. Unter den arra⸗ goniſchen Koͤnigen wurde Bareellona zuſehends bluͤ⸗ hender, und ſeine Ningmauern erweiterten ſich gegen Oſten, Norden und Weſten bis zu ihrer heutigen Ausdehnung. Nach den Kriegen in der Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde auch die Suͤdſeite nach und nach bewohnt, und die Ringmauern wurden auf ihren dermaligen Standpunkt hinausgeruͤckt. Die damals angelegten neuen Straſſen ſind ſchoͤn und gerade, die alten aber groͤßtentheils eng und krumm, wovon jedoch einige ausgenommen werden muͤſſen. Des Nachts ſind ſie ſehr gut durch Later⸗ nen beleuchtet, welche ſich an den Waͤnden der Haͤu⸗ ſer befinden. Sie ſind mit langen Steinen gepfla⸗ ſtert, die uͤber unterirdiſche Gaͤnge gehen, in welchen ſich der Unrath ſammelt, man kann daher ſtaͤts tro⸗ ckenen Fuſſes darauf ſpazieren gehen.

Barcellona iſt gut gebaut; die Haͤuſer ſind einfach und angenehm, vier bis fünf Stockwerke hoch, haben groſſe Fenſter und ſind mit verſchieden⸗ grtigen Balcons verziert,