Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1809)
Entstehung
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an Ein italieniſch⸗tuͤrkiſch⸗perſiſches Vocobularium, wenn gleich nicht vollſtaͤndig, doch die gewöhnlichſten Worte enthaltend, iſt dieſem Tagebuche beygefuͤgt. Dieß letztere iſt ſchon durch ſeinen Urheber merkwuͤr⸗ dig, da es den Prinzen Timnrat⸗Merza, einen chriſtlichen Georgler zu Tanris zum Verfaſſer hat, ei⸗ nen Mann von 45 Jahren und vielen Kenntniſſen. Wir liefern hier den intereſſanteſten Theil dieſes Reiſetage⸗ buches, der die Begebenheiten der franzoͤſiſchen Ge⸗ ſandtſchaft in der Hauptſtadt des perſiſchen Reichs ent⸗ haͤlt, und aus welchem ſich zugleich auch einiges in unſerm vorerwähnten Aufſatze berichtigen laſſen wird⸗

D. 4te Dezember(1807) war zu unſerm Ein⸗ zuge in Teheran beſtimmt, weil ihn der Aſtrolog des Koͤnigs als einen gluͤcklichen Tag bezeichnet hatte.

Nach einer Reiſe von 620 Lieues kamen wir endlich an das erwünſchte Ende derſelben. Der Ambaſſadeur ward eine Lieue von der Stadt von einem General an der Spitze von 4000 Mann Ka⸗ vallerie empfangen und bis nach dem Palais des Großweſſirs begleitet, wo er eine Ehrengarde vor⸗ fand. Herr Rouſſeau, deſſen Aeltervater den des

Generals im Jahre 1715 begleuet hatte, war be⸗

reits vor uns angelangt. Wir ſtatteten bey Mirza⸗Cheſt einen Beſuch

ab. Dieſer Großweſſir iſt ſchon bey Jahren, ſein

Betragen iſt edel und ungezwungen, er iſt arbeit⸗ ſam und thaͤtig, und ſeine einzige Erholung iſt ein