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uns lieber froh eine bis jetzt vernachläſſigte Pflicht erfüllen, die Geſundheit unſrer Erret⸗ terin zu trinken, die Geſundheit Chleſtinens, — meiner Tochter, der— Braut meines Sohnes!
Karl flog bei dieſen Worten an den Hals ſeiner Mutter, die ſich jedoch ſeiner Zärtlichkeit entzog, indem ſie ihm mit ernſtem und würde⸗ vollem Geſichte, auf dem ſich keine einzige der widerſtreitenden und heftigen Empfindungen ihres Herzens ſpiegelte, ihre Hand zum Kuſſe reichte. Nur als Cöleſtine ſchüchtern ihr nahte, um ihre Hand zu erfaſſen, da ſchien es, als wenn vor der natürlichen Sympathie der Frau zu der Frau der Stolz ihres Herzens ſchmölze, und eine Thräne glänzte in ihrem Auge, als ſie ihre verwundete Tochter ans Herz drückte.
Tief gerührt umarmte auch der alte Freiherr ſeine Kinder; der Domherr aber ſchluchzte, das weißbattiſtne Schnupftuch vor den Augen, ſo
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