Zehntes Kapitel.
Während des vorhergehenden Geſprächs hatte Frau von Schwalborn mit ſehr düſtern und unzufriedenen Mienen dageſeſſen. Nicht als ob der ernſte Inhalt des Geſprächs, der ſich freilich kühn über alle ihre anerzogenen Ideen und from⸗ men Traditionen hinwegſetzte, ſie verletzt oder beunruhigt hätte. Sie hatte im Gegentheil kaum darauf gehört. Ihre Seele war mit einem ganz andern Gegenſtande beſchäftigt. Ihr müt⸗ terlicher Scharfblick hatte den Stand des Ver⸗ hältniſſes zwiſchen ihrem Sohne und Cöleſtinen augenblicklich durchſchaut. Nun hatte ſie aller⸗ dings nach den Ereigniſſen dieſes Morgens,
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