Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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ſie, gehört der Zuſammenbruch aller Ideale. Das ſchöne Bild einer nach Gottesbewußtſein ringenden und immer höher zur Humanität ſich aufſchwingenden Menſchheit löſt ſich jetzt, wo dieſe Menſchheit in Gährung gerathen iſt, in das Bild einer widrig chaotiſchen Maſſe von Leidenſchaft, Unvernunft und Frivolität auf!

Der Domherr wollte gegen dieſes wegwer⸗ fende Urtheil, welches ſein gutes Herz verwun⸗ dete, Proteſt erheben. Aber als er ſeine Augen auf die Züge Bianca's heftete, ſchwieg er.

Hier iſt ein reiner Seelenſpiegel durch menſch⸗ liche Schlechtigkeit getrübt ſagte er ſich da hilft kein Widerſpruch!

Sehen Sie auch ſo düſter, wie meine theure Bianca? fragte die Fürſtin Karl.

Beinahe aber noch würde ich nicht wa⸗ gen, es zu geſtehen. Das Wort Menſchheit hat noch einen goldenen Klang für mich. Aber ich ahne, daß es Herzen geben kann, edle und hoch⸗