Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

383

ewiger Gottesgedanke, wie eine jener Wahrhei⸗ ten, welche ſeit Jahrtauſenden, wie Leuchtthürme die Wogen, die Irrſale des Menſchengeſchlechts überragen.

Ja, er fühlte es jetzt: ſein Herz war kalt und ſeine Seele zitterte, in demſelben Augen⸗ blicke, in welchem er eine verſchmähte Liebe und einen mit Füßen getretenen Ehrgeiz rächen konnte, ſo voll, ſo blutig, wie es ihm nur immer ge⸗ lüſtete!

Während Lambert in ſeine düſtern Gedan⸗ ken verſunken war und nicht wußte, woher irgend einen Zauber nehmen, mit dem er den Kampf ſeines Innern beſchwichtigen, oder eine Hoffnung für ſeine Zukunft, eine Ausſicht für ſein troſtloſes Daſein gewinnen könne, hörte er plötzlich raſch nach einander mehrere Schüſſe fallen.

Sollten ſie Widerſtand leiſten? Die Un⸗ glücklichen! ſie wären rettungslos verloren! ſagte er halblaut und ſich aufrichtend.