Wunſch erfüllt und mich darauf beſchränken müſ⸗ ſen, ein paar Mal heimlich mit großer Mühe und allem Aufwande von Liſt Briefe mit ihr zu wechſeln. Ich habe von Tage zu Tage gehofft, daß eine beſſere Wendung im Schickſale des un⸗ glücklichen königlichen Paares eintreten werde. Darüber iſt die Zeit verſtrichen und die Revo⸗ lution iſt zu einem furchtbaren Strome ange⸗ ſchwollen, der alle meine Hoffnungen verſchlun⸗ gen und meine wenigen Freunde hier auseinan⸗ der geworfen, in ſeine Strudel geriſſen oder als Flüchtlinge über die Grenze Frankreichs geſchleu⸗ dert hat. Ich ſelbſt habe leider den rechten Augenblick der Flucht unbenutzt vorüberſtreichen laſſen. Meine Sicherheit war bedroht. Als öſter⸗ reichiſche Fürſtin wäre ich unrettbar ein Opfer des Argwohns und des blutgierigen Haſſes der Jacobiner gegen die öſterreichiſche Kaiſertochter und ihre Freunde geworden. Ich konnte nicht fort und ich konnte nicht bleiben. Da haben wir
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