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ſie in verzeihlichem Aberglauben zum Schut gegen ihre Krankheit trage; doch ſchnell verwarf er dieſen Ge⸗ danken und erkannte, als er den Inhalt der Kapſel näher beſichtigte, ſein eigenes wohlgetroffenes Bildniß.
Er hatte eine ſolche Photographie einſt Wilhelm geſchenkt; Marie mußte dieſelbe dem Knaben genommen und den Kopf derſelben in dem Medaillon verwahrt haben.
Ein Ausruf der Ueberraſchung und Befriedigung entfuhr dem Hofmeiſter. Gleichzeitig kam Marie völlig zum Bewußtſein und erblickte das Medaillon in ſeiner Hand. Sie war verrathen, doch dachte ſie zu groß von ſich ſelbſt, als daß ſie noch ferner den geliebten Mann zu täuſchen verſucht hätte. Der Blitz, der vor ihr einſchlug, war von Gott geſendet worden, damit Heinrich die Tiefe ihrer Neigung erfahre, die ſie, das ſchüchterne, verſchloſſene Mädchen, ihm nimmer geſtehen konnte, und er, der empfindliche, reizbare Charakter, hätte, ſo glaubte ſie, doch niemals gewagt, offen als Bewerber aufzutreten. Jetzt war Alles, was beide ſo heiß erſehnten, ohne ihr Zuthun geſchehen. t
„Marie!“ rief Heinrich, warf ſich vor ihr nieder und bedeckte ihre zarten Hände mit Küſſen.
Der ſtarke, trotzige Mann ſchluchzte am Herzen des
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